• Die beiden Vorsitzenden des neuen Maßregelvollzugsbeirats DR. Petra Loibl (7. von links) und Toni Schuberl (6. von links) mit Dr. Dorothea Gaudernack vom Amt für Maßregelvollzug (4. von links), Herrn Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (1. von rechts) und Herrn Dr. Johannes Schwerdtner, Chefarzt der Forensischen Klinik BK Mainkofen (5. von links).

Bezirksklinikum Mainkofen hat neuen Maßregelvollzugsbeirat

Vorsitzende ist die Landtagsabgeordnete Dr. Petra Loibl, stellvertretender Vorsitzender ist MdL Toni Schuberl

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20. Jul. 2019 –

Mit seiner konstituierenden Sitzung am 12.07.2019 hat der neue Maßregelvollzugsbeirat der Forensik des Bezirksklinikums Mainkofen seine Arbeit als Forum der Diskussion über den Maßregelvollzug sowie als Bindeglied zwischen Öffentlichkeit und forensischer Klinik aufgenommen.

Mit Inkrafttreten des Bayerischen Maßregelvollzugsgesetzes (BayMRVG) am 01.08.2015 wurden zur Realisierung der damit verbundenen Ziele in allen bayerischen Maßregelvollzugseinrichtungen sogenannte Maßregelvollzugsbeiräte als jeweilige Ansprechpartner vor Ort eingerichtet.

Vorsitzende des neu ernannten Beirats ist die CSU - Landtagsabgeordnete Dr. Petra Loibl, der Landtagsabgeordnete Toni Schuberl (Bündnis 90/Die Grünen) ist stellvertretender Vorsitzender. In das Beratungsgremium wiedereinberufen wurden Heinrich Brusch und Wolfgang Riedl; beide waren bereits Mitglieder des vorhergehenden Maßregelvollzugsbeirats und verfügen somit über weitreichende Erfahrungen. Mit der Funktion eines Beiratsmitglieds neu betraut wurden Gisela Dregelyi, Leiterin der Angehörigengruppe am BKH Landshut, und Manuel Stadtmüller vom Betreuungsverein 1zu1 in Straubing.

Neben den Vertreterinnen und Vertretern der Klinikleitung und des Personalrates konnten als besondere Ehrengäste der konstituierenden Sitzung Herr Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Frau Dr. Dorothea Gaudernack, Leiterin des Amtes für Maßregelvollzug in Nördlingen, begrüßt werden.

Zu Beginn wurde dem bisherigen Maßregelvollzugsbeirat unter Vorsitz von Max Gibis MdL und Johanna Werner-Muggendorfer MdL a.D. gedankt.

Anschließend erläutert Frau Dr. Gaudernack die wesentliche Funktion und grundlegenden Aufgaben des Forensikbeirats, der bei der Gestaltung des Vollzugs und bei der Betreuung der untergebrachten Personen mitwirken kann. Weiterhin unterstützen die Beiratsmitglieder die Leitung der Maßregelvollzugseinrichtung durch Anregungen und Verbesserungsvorschläge und helfen bei der Eingliederung der untergebrachten Personen nach der Entlassung. Zudem können seitens der Patienten, Klinikleitung, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bezirksklinikum sowie Angehörigen jederzeit Wünsche, Anregungen sowie Beschwerden und Beanstandungen an die Beiräte mit der Bitte um Unterstützung herangetragen werden.

Herr Dr. Schwerdtner, Leiter der Forensischen Klinik im Bezirksklinikum Mainkofen, informierte abschließend über die Unterbringung und derzeitige Belegungssituation, die Personalsituation und Beschäftigung, über Möglichkeiten der beruflichen Ausbildung am BK Mainkofen sowie über Verpflegung, ärztliche Versorgung bzw. Therapiemaßnahmen. Ein Rundgang durch die Forensische Klinik beendete die Konstitution.

Für die Dauer der jetzigen Legislaturperiode informiert sich der Maßregelvollzugsbeirat im Rahmen regelmäßiger Beiratssitzungen über die jüngsten Entwicklungen und Planungen. Kritische Nachfragen zum Alltag in der Klinik, zur Personalsituation und zu konzeptionellen Fragen kennzeichnen die Sitzungen. Für die Landtagsabgeordnete Dr. Loibl ist ihr neues Ehrenamt ein besonders wichtiges: „Der Maßregelvollzugsbeirat ist direkter Ansprechpartner für die Sorgen und Nöte der Patienten. Zugleich begleitet und unterstützt er die Klinik bei ihrem gesamtgesellschaftlich wertvollen Auftrag und ist zentraler Baustein der Bürgerbeteiligung im Maßregelvollzug. Transparenz nach außen und offene Kommunikation sind mir hier besonders wichtig.“ Der Landtagsabgeordnete Toni Schuberl freut sich, dass im Maßregelvollzug in Mainkofen bei 190 Untergebrachten im Jahr 2019 bisher keine einzige Fixierung durchgeführt werden musste: "Dies zeugt von großer Fachkenntnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." so der Abgeordnete abschließend.

 

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