Grüne fordern 100 Prozent Ökostrom im Landratsamt Freyung-Grafenau

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02. Nov. 2020 –

Die Grünen im Freyung-Grafenauer Kreistag fordern eine Umstellung des Landratsamtes auf 100 Prozent Ökostrom. Der Stromverbrauch des Landratsamtes Freyung-Grafenau einschließlich seiner kreiseigenen Liegen­schaf­ten beläuft sich auf jährlich rund 2,3 Gigawattstunden, heißt es in der Begründung des Antrags. Der Strom enthalte laut Stromversorger nur 55,6 % erneuerbare Energien. Pro verbrauchte Kilowattstunde werden dabei 337 Gramm CO2 ausgestoßen. Durch den Anteil an Atomstrom von 6 % verursacht der Landkreis Freyung-Grafenau auch Atommüll. „Mit einem Umstieg könnten wir mit einem Schlag 775 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen“, berechnet der grüne Fraktionsvorsitzende Toni Schuberl, „darüber hinaus sollte der Landkreis gerade hinsichtlich der aktuellen Atomendlager-Debatte keinen eigenen Atommüll mehr produzieren lassen.“ Das enorme Einsparpotential zeige sich, wenn man ihn mit dem Austausch der gesamten Beleuchtung im Dienstgebäude Wolfstein vergleicht, mit einem Einsparpotential von jährlich 18 Tonnen CO2.

Lobend hebt Schuberl hervor, dass der Landkreis Freyung-Grafenau durchaus schon in einem bestimmten Rahmen tätig geworden sei. Im Wärmebereich wurden über die lokalen Nah- und Fernwärmenetze bereits zahlreiche Liegenschaften auf den regenerativen Energieträger Holz umgestellt. Darüber hinaus leistet der Landkreis einen Beitrag zur Erzeugung regenerativen Stroms durch seine Photovoltaikanlagen. Im Rahmen des Klimaschutzmanagements wurden Energieeinsparpotentiale ausgeschöpft und durch gezielte Maßnahmen die Energieeffizienz der Liegen­schaf­ten gesteigert. So wurden die ersten beiden Schritte des sogenannten Energie-3-Sprungs in Angriff genommen: Energiebedarf senken, Energieeffizienz steigern, Erneuerbare Energien ausbauen. Daraus folge, dass nun der dritte Sprung forciert werden sollte.

Der Klimawandel und mit ihm die Energiewende sind große Herausforderungen unserer Zeit. „Der Land­kreis Freyung-Grafenau kann durch den Umstieg zu Ökostrombezug einen weiteren Beitrag dazu leisten und damit seiner Vorbildfunktion gerecht werden“, betont Schuberl. Deshalb soll beginnend mit der nächsten Stromaus­schreibung zu 100% Ökostrom gewechselt werden.

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