• Toni Schuberl, Rosi Steinberger | Foto: Hermann Schoyerer
    Toni Schuberl, Rosi Steinberger | Foto: Hermann Schoyerer

Grüne fordern mehr Personal in der Naturschutzverwaltung

Biodiversitätsberater*innen fehlen – Aufgabenfülle in den Behörden steigt

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19. Mai. 2021 –

Landshut. „Die Naturschutzverwaltung braucht mehr Fachkräfte“, fordern die zwei niederbayerischen Landtagsabgeordneten Rosi Steinberger und Toni Schuberl. „In den unteren Naturschutzbehörden hat sich die Situation zwar in den vergangenen Jahren bereits verbessert, aber um ihren Aufgaben gerecht zu werden braucht es mehr Personal. Noch angespannter ist die Situation in den höheren Naturschutzbehörden.“

Zu diesem Thema hat Rosi Steinberger zusammen mit anderen Vertreter*innen der Landtagsfraktion von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN eine Schriftliche Anfrage gestellt. „In der staatlichen Naturschutzverwaltung gibt es eine stark ansteigende Arbeitsbelastung“, erklärt Steinberger. „Gründe für die Zunahme sind z.B. die Umsetzung neuer gesetzlicher Vorgaben aus dem Bundesnaturschutzgesetz und dem Bayerischen Naturschutzgesetz, der Mehraufwand für die Realisierung neuer bayerischer Ziele wie die Energiewende, oder die Intensivierung und Beschleunigung des Hochwasserschutzes und vieles mehr.“

Laut Antwort der bayerischen Staatsregierung sind in Niederbayern an den unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter 31 Fachkräfte beschäftigt, in den kreisfreien Städten 7. Eine Planstelle für einen Biodiversitätsberater gibt es jedoch nicht in den Landkreisen Freyung-Grafenau, Kelheim, Landshut sowie Rottal-Inn.

„Wenn man die Antworten der Staatsregierung liest, könnte man meinen, alles sei gut“, sagt Steinberger. „Das stimmt so aber nicht.“ Die grünen Landtagsabgeordneten fordern bayernweit noch 20 zusätzliche Fachkräfte an den unteren Naturschutzbehörden. Außerdem müssten sämtliche Landratsämter und kreisfreien Städte für eine landesweite Umsetzung der Ziele aus dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und dem Begleitgesetz mit Biodiversitätsberatern ausgestattet werden.

„Nur eine intakte Umwelt erhält die Lebensgrundlagen für alle. Und damit das gelingt, braucht es bei einer wachsenden Aufgabenfülle der Behörden auch dementsprechend mehr Fachkräfte“, so das Fazit von Steinberger und Schuberl.

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