Massive Fixierungen im BKH Landshut

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17. Sep. 2019 –

„Ich wusste ja, dass es dort schlimm ist, aber dieses Ausmaß hatte ich nicht erwartet,“ zeigt sich der grüne Landtagsabgeordnete Toni Schuberl schockiert über die Antworten des Ministeriums. Er wollte genau wissen, wie oft in bayerischen Bezirkskrankenhäusern Kinder und Jugendliche fixiert werden, um die Abweichung im Bezirkskrankenhaus Landshut einschätzen zu können. Fixierung bedeutet die Fesselung an allen Gliedmaßen, die zur völligen Bewegungsunfähigkeit führt. Sein Fazit: „Im BKH Landshut werden mehr als 15mal so viele Fixierungen an Minderjährigen durchgeführt, als im bayerischen Durchschnitt.“ Das Sozialministerium konnte ihm zwar nur Zahlen für die Zeit von September 2018 bis Ende Juni 2019 zur Verfügung stellen. In diesem 10 monatigen Zeitraum wurde bayernweit bei insgesamt 7057 vollstationären Patienten nur für etwas weniger als 60 Fixierungen eine Genehmigung erteilt. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2018 im BKH Landshut mit nur 351 vollstationären Patienten an 28 Patienten Fixierungen durchgeführt. „Es können doch nicht allein im kleinen Landshut die Hälfte aller Fixierungen Bayerns stattfinden,“ ärgert sich Schuberl und fordert vom Bezirk, die Verantwortlichen endlich zur Rechenschaft zu ziehen.

Hier lesen Sie die Antworten der Staatsregierung.

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