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MdL Schuberl zweifelt: Antworten der Staatsregierung lassen keine Notwendigkeit erkennen

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01. Jul. 2019 –

Aidenbach - Die geplante Ortsumgehung bei Aidenbach an der St2109 stößt auf wenig Gegenliebe bei grünen MdL Toni Schuberl. Die Antworten der Staatsregierung auf seine schriftliche Anfrage überzeugen ihn nicht. „Aus einigen Antworten lassen sich schon zukünftige Probleme ablesen,“ erklärt Schuberl.

Die Mehrbelastung an der Haidenburger Straße könne laut Schuberl zu einem Problem werden. Diese wird im Falle der Realisierung der Umfahrung zentrale Anbindung des Verkehrs nach Aidenbach. Die Staatsregierung prognostiziert einen Anstieg von 1500KFZ auf 3000KZF pro Tag. Damit entsteht an der Kreuzung in Aidenbach eher eine zusätzliche Belastung denn eine Entlastung. Zudem werde die angrenzende Wohnbebauung belastet, kritisiert Schuberl.

Auch der Aspekt der Verkehrsanziehung dürfe nicht unberücksichtigt bleiben, mahnt der grüne Landtagsabgeordnete. Die Staatsregierung führt zwar aus, dass der Streckenabschnitt nicht Teil eines grenzüberschreitenden Straßenzuges nach Österreich oder Tschechien sei. Schuberl befürchtet allerdings, dass dieser Transitverkehr durch eine Umgehung angezogen werden könne, da LKWs dann eine durchgehende, ausgebaute Strecke ohne Mautpflicht haben.

Aus mehreren anderen Gründen sei das Vorhaben laut Schuberl ohnehin abzulehnen. Die Zerstörung eines beliebten Naherholungsbereichs, der massive Eingriff in die hügelige Landschaft und der damit verbundene Flächenverbrauch sowie die entstehenden Kosten stehen für Schuberl in keinem Verhältnis zu einer eventuellen Verbesserung des Verkehrs innerorts. Dass eine solche Verbesserung eintritt bezweifelt Schuberl ebenfalls, da der meiste Verkehr Quell- und Zielverkehr sei.

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