MdL Toni Schuberl äußert sich zum Hochwasserschutz

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02. Mai. 2019 –

Die Polder bei Regensburg sind unbedingt notwendige Maßnahmen für den Hochwasserschutz von Straubing und helfen auch Deggendorf. Sie in Frage zu stellen, war ein großer Fehler von CSU und Freien Wählern. Es freut mich, dass sich die Rücknahme dieses Fehlers nun abzeichnet. Doch das Gespräch mit Umweltminister Glauber machte sehr deutlich, dass die Polder auf das Hochwasser in der Stadt Passau keinerlei Auswirkungen mehr haben. Entscheidend für Passau ist vielmehr, ein Zusammentreffen der Hochwasserscheitel von Donau und Inn zu verhindern. Da der Inn-Scheitel normalerweise ein bisschen früher in Passau ist, als der Donau-Scheitel, muss der Abfluss des Donau-Scheitels noch weiter verzögert werden. Eine Verzögerung ist nur möglich, indem man dem Fluss mehr Raum gibt. Die ganze Diskussion geht deshalb in die falsche Richtung. Es geht nicht darum, ob man entweder Polder bauen oder dezentrale Maßnahmen durchführen will. Wer sowohl Straubing als auch Passau schützen will, muss beides machen. Die geplanten Deichrückverlegungen zwischen Vilshofen und Straubing sind sehr positiv zu bewerten. Zwischen Straubing und Regensburg hingegen gibt es fast keine Deichrückverlegungen oder Reaktivierung von Auen. Hier brauchen wir noch größere Anstrengungen. Die verantwortlichen Politiker der Passauer Region müssen auch diesbezüglich klar Stellung beziehen.  

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