• Auf dem Foto: MdL Toni Schuberl (l.) und Dr. Franz Leibl (r.)   (Foto: Jona Hallitzky)
    Auf dem Foto: MdL Toni Schuberl (l.) und Dr. Franz Leibl (r.)  (Foto: Jona Hallitzky)

MdL Toni Schuberl gratuliert Nationalpark zum Geburtstag und informiert sich über die Erweiterung

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17. Jul. 2020 –

Der Landtagsabgeordnete Toni Schuberl (Grüne) informierte sich bei Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl über die geplante Erweiterung des Nationalparks und gratulierte zum 50jährigen Bestehen des Nationalparks. Im Zentrum des Besuchs im Hans-Eisenmann-Haus stand die - mit dem Jubiläum verbundene - Erweiterung. Schuberl hatte im Vorfeld gefordert, die gesamten 10.000 Hektar zwischen Mauth und österreichischer Grenze aus der Nutzung zu nehmen, um die Holzpreise zu stabilisieren. Nun sollen aus diesem Gebiet 600 Hektar dem Nationalpark angeschlossen werden. Dr. Leibl erläuterte dem Landtagsabgeordneten die Vorzüge des neuen Gebiets. Insbesondere der Verlauf an der Grenze zum tschechischen Nationalpark Sumava ist für das grenzübergreifende Nationalparkgebiet wichtig. Auch die positive Resonanz aus der Bevölkerung freute die beiden - nur wenige kritische Stimmen habe es gegeben.

Angesprochen wurde auch, wie man den restlichen Bereich zwischen Mauth und Dreisessel aus naturschutz- und aus touristischer Sicht aufwerten kann. Als eine Möglichkeit werde laut Schuberl im Kreisverband der Grünen derzeit ein Biosphärengebiet diskutiert. Darin könnten auch die bestehenden Gebiete der beiden Nationalparke und die Fläche der 10.000 Hektar miteinander verbunden werden, ohne dass diese dem Nationalpark zugeordnet würden. „So könnte man es auch schaffen, die steigenden Besucherströme stärker in der Region zu verteilen,“ erklärt Schuberl, der auch im Bereich Haidmühle viel touristisches Potenzial sieht. „Gerade diese besonders reizenden und wertvollen Gebiete werden in den Karten des Nationalparks völlig ausgeblendet,“ kritisiert Schuberl. Hier müsse eine Möglichkeit gefunden werden, das Gebiet den Touristen näher zu bringen. 

Das Besuchermanagement werde ohnehin immer wichtiger, erklärt Dr. Leibl, da der Nationalpark auch bei jüngeren Menschen immer beliebter wird. Dieses Jahr stößt der Park coronabedingt immer wieder an seine Kapazitätsgrenzen. Um den Naturschutz nicht zu gefährden, wäre eine touristische Aufwertung der Nachbarregionen aus Sicht der Nationalparkleitung wünschenswert.  

Gleichzeitig müsse auch die Anreise der Besucher im Park besser gelenkt werden, erklärt Dr. Leibl und hofft hier auf eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Ein gemeindeübergreifendes Verkehrskonzept wäre hilfreich, damit die Touristen vermehrt Busse und Bahn verwenden. „Der Stundentakt auf der Waldbahn und der Regelbetrieb der Ilztalbahn wären für die Attraktivität des Nationalparks wichtig,“ betont Dr. Leibl. Hierbei stieß der Nationalparkleiter bei Schuberl auf offene Ohren. 

Außerdem sei es wichtig, dass bei der Sanierung der Nationalparkbasisstraße auch naturschutzfachliche Belange berücksichtigt werden. Schuberl und Dr. Leibl sind sich einig, Querungshilfen für Amphibien ebenso wichtig seien wie eine konsequente Geschwindigkeitsbegrenzung auf der gesamten Länge, um Wildunfälle zu vermeiden und Wildwanderung zu ermöglichen. „Es handelt sich um eine Straße, die quer durch einen Nationalpark geht,“ betonte Dr. Leibl. Dies müsse berücksichtigt werden. 

Alles in allem stehe der Nationalpark an seinem fünfzigsten Geburtstag im deutschlandweiten Vergleich hervorragend da, befand Dr. Leibl am Ende des zweistündigen Gesprächs. 

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