• MdL Toni Schuberl (l.) und Bundestagskandidatin Stefanie Auer

Schuberl gegen Waldrodung: Kiesabbau soll stärker reglementiert werden

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05. Jul. 2021 –

Im Gebiet bei Judenhof zwischen Salzweg und Thyrnau im Landkreis Passau wurde Anfang des Jahres ein größeres Waldstück gerodet, um die gerodete Fläche dem Kiesabbau zuzuführen.

„In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels sollte in der Interessenabwägung die Rodung von Wäldern stets sehr kritisch gesehen werden,“ erklärt MdL Toni Schuberl und hat deshalb eine schriftliche Anfrage bei der Staatsregierung eingereicht. Zwar laufen die Rodungen und der Kiesabbau rechtmäßig ab, laut Schuberl sollten die Richtlinien hierfür aber angepasst werden.

Problematisch seien laut Schuberl vor allem zwei Punkte in der Antwort der Staatsregierung: Zum einen ist es aus Sicht des Landtagsabgeordneten ein Problem, dass Genehmigungen, die bereits vor über 25 Jahren ohne Umweltverträglichkeitsprüfung erteilt wurden, immer noch gelten. Schuberl fordert deshalb: „Es muss die Möglichkeit einer nachträglichen Umweltverträglichkeitsprüfung und einer Neubewertung der zu rodenden Wälder geben. Wir können nicht zulassen, dass unsere Natur zerstört wird, weil es vor über 25 erlaubt wurde.“

Zum anderen übersteigen die genehmigten Flächen laut Schuberl, den tatsächlichen Bedarf. Schuberl moniert, dass über 60 Hektar für den Kies- und Quartzkiesabbau bereitgehalten werden. Darüber hinaus noch einmal 70 Hektar für Rohstoffabbau nach Wasserrecht, weitere Flächen befinden sich im Genehmigungsverfahren. Hier reichen die Genehmigungen sogar bis 1985 zurück. „Ein intakter Wald ist im Hinblick auf den Klimawandel enorm wichtig. Wir dürfen unsere Wälder nicht aus kurzfristiger Gewinnerzielungsabsicht roden.“ Dass die ausgebeuteten Flächen, nach Ende der Nutzung wieder aufgeforstet werden, ist für Schuberl nur ein kleiner Trost, denn bis der Wald den gleichen Klimaschutzeffekt hat wie der jetzt bestehende, vergehen mehrere Jahrzehnte.

Der Kritik an der Waldrodung für den Kiesabbau schließt sich auch die Grüne Bundestagskandidatin Stefanie Auer an: „Leider ist das kein Einzelfall. Auch in der Nähe von Vilshofen soll Wald gefällt werden, damit dort Kies abgebaut werden kann. Dabei binden Bäume CO2. Regulieren den Niederschlag. Bäume kühlen die Erde. Sie reinigen die Luft. Indem wir uns für den Schutz des Waldes stark machen, schützen wir den Wald, das Klima. Und wer das Klima schützt, schützt die Freiheit.“

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