• v.l.: Dipl.-Ing. Ernst Obermeier, Gemeinderat Martin Zellner und Toni Schuberl, die eine blühende Kornrade in einem Acker mit einer uralten Getreidesorte bewundern.
    v.l.: Dipl.-Ing. Ernst Obermeier, Gemeinderat Martin Zellner und Toni Schuberl, die eine blühende Kornrade in einem Acker mit einer uralten Getreidesorte bewundern.

Schuberl informiert sich über Pflegemaßnahmen in den Bischofsreuter Waldhufen

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17. Aug. 2020 –

Der Grüne Landtagsabgeordnete Toni Schuberl hat sich in Haidmühle von Dipl.-Ing. Ernst Obermeier vom Landschaftsplanungsbüro FNL über die Pflegemaßnahmen in den Bischofsreuter Waldhufen informiert. Anwesend war auch Gemeinderat Martin Zellner, der zusammen mit weiteren Landwirten die praktische Landschaftspflege-Arbeit vor Ort leistet. Organisiert haben sich die örtlichen Bauern im Förderverein zum Erhalt der Kulturlandschaft Bischofsreuter Waldhufen e.V., der unter der Trägerschaft der Gemeinde Haidmühle jährlich beinahe 100 Maßnahmen durchführt. Eingebettet zwischen den Staatsforsten des Betriebs Neureichenau und dem Nationalpark Sumava befindet sich hier aufgrund der einzigartigen Hochlagen-Kulturlandschaft ein außergewöhnlicher Hotspot der Artenvielfalt. Um neben extensiv bearbeiteten Wiesen und Magerrasen, wieder hergestellten Wässerungsgräben und freigeschnittenen Mooren auch die weggefallenen Lebensräume der Ackerwirtschaft zu ersetzen, werden auf mehreren Flurstücken in Dreifelderwirtschaft verschiedene Getreidesorten angebaut. Diese dienen den Wildtieren als Nahrung und sind Lebensraum für teils hochbedrohte Ackerbegleitpflanzen. Vor allem aber das fast ausgestorbene Birkhuhn, das in Haidmühle eines seiner letzten Refugien besitzt, braucht diese Flächen als wichtige Eiweisquelle. Auch Hirsche besuchen die Äcker regelmäßig. Die Kornrade, eine attraktiv rot blühende Ackerblume, die in Deutschland schon als verschwunden galt, kann nun in den Äckern wieder wachsen und sich verbreiten. Schuberl dankte den Verantwortlichen und auch der Gemeinde Haidmühle für das Engagement und betonte, dass dieser schlummernde Schatz nun auch wirtschaftlich für Haidmühle gehoben werden müsse. Dieses Gebiet könne es von der Bedeutung für die Artenvielfalt mit dem Nationalpark aufnehmen, wird aber nicht dementsprechend beworben. Natur alleine reicht nicht, die Menschen müssen auch davon leben können.

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