• Stadtrat Hubert Holzbauer aus Waldkirchen und MdL Toni Schuberl tauschten sich ausführlich mit dem neu gewählten Röhrnbacher Bürgermeister Leo Meier aus. (Foto Schoyerer)

Schuberl: "Versündigung an unserer Heimat."

Antrittsbesuch von MdL Schuberl beim neuen Röhrnbacher Bürgermeister Leo Meier

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03. Jul. 2020 –

(Röhrnbach) Viele verbindende, aber auch deutlich unterschiedliche Meinungen konnten der Landtagsabgeordnete der Grünen, Toni Schuberl und sein Stadtratskollege aus Waldkirchen Hubert Holzbauer, als Resümee aus dem in freundschaftlicher Atmosphäre geführten Treffen im Rathaus Röhrnbach mitnehmen.

Mit spürbarem Herzblut schilderte Bürgermeister Leo Meier seine Ideen für seine Heimatgemeinde: so liegen ihm u.a. genauso wie für seine Gäste die Arbeitsfelder Trinkwassersicherung, Insektenschutz oder unvoreingenommene Bürgerbeteiligung und alle Bildungsmöglichkeiten sowie eine offene Informationspolitik für seine Gemeindebürger sehr am Herzen. Hier passte während eines kurzen Gemeinde-Rundgangs auch die Antwort eines Kindes gut in die anzustrebende berufliche Frau/Mann Gleichstellungsdiskussion: auf die Frage, was sich der Bub für sein vielfältig ausgestattetes Kinderhaus St. Michael noch mehr wünscht, meinte dieser spontan: „A amol an Mo als Erzieher“.

Volle Unterstützung gab es von Schuberl für zwei Katasterwerke: einmal für Ausgleichsflächen - durch aus ja ein Punkt, der in vielen Gemeinden überhaupt nicht oder nur als Feigenblatt geführt wird und zum Zweiten das geplante Leerstandskataster, dass noch in 2020 begonnen werden soll. Schuberl: „Wir müssen die unbebaute Natur im Außenbereich schützen und die Ortskerne im Innern beleben“. Röhrnbach hat einen großen Bahnhof mit viel Historie. Hier spricht sich Bgm. Leo Meier für den Ilztalbahnregelverkehr aus, wenn es keine Nachteile für Schüler- und Busverkehre gibt und der Gemeindehaushalt nicht belastet wird.

Deutlich konträr waren die Meinungen zu der beantragten Erweiterung eines Firmengeländes in Praßreut: „Jede Gemeinde braucht Gewerbe – keine Frage. Aber wer in Brecheisenmanier auf wertvollen Wiesenflächen in Hektardimensionen vollendete Tatsachen schafft und dann zeitversetzt noch einmal genauso nachlegt, kann meine Unterstützung keinesfalls bekommen. Das ist eine Versündigung an unserer Heimat“. Schuberl weiter: „Es ist immer wieder die alte Leier: mit den Versprechungen über Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätzen werden die Gemeinden geködert, ihre Natur zu opfern. Über die Folgesituationen, die in der angebundenen Verkehrsinfrastruktur entstehen, die bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten schnell auftreten können oder woher die Arbeitnehmer eigentlich kommen wird der Schweigemantel – das ist schlechter Stil! Ganz zu schweigen vom Umgang mit der betroffenen Nachbarschaft und ihrer dann stark eingeschränkten Lebensqualität.“ 

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