• Toni Schuberl (Foto: Hallitzky)
    Toni Schuberl (Foto: Hallitzky)

Todesstoß für die Kreiskrankenhäuser

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18. Aug. 2020 –

Die Medizinerausbildung in Niederbayern ist ein wichtiges Zukunftsprojekt, für das alle gemeinsam kämpfen müssen. Deshalb freue ich mich grundsätzlich über die einstimmige Unterstützung des Passauer Stadtrates zu einer Medizinerausbildung in Niederbayern. Gleichzeitig schaue ich mit Bangen auf die Zukunft der Kreiskrankenhäuser im Landkreis Passau. Der Konkurrenzdruck des viel größeren Klinikums auf die Kreiskrankenhäuser ist bereits jetzt ruinös, sowohl finanziell als auch personell. Ein Ausbau des Klinikums Passau zu einem Maximalversorger darf deshalb nur in Kooperation mit umliegenden Krankenhäusern geschehen. Dies war auch die einmütige Forderung der Passauer Runde aller Abgeordneten der Region. Wenn sich der Passauer Klinikums-Werkleiter Nowack nun so deutlich gegen mehrere Standorte ausspricht, dann interpretiere ich das als Ablehnung jeglicher Kooperationsmodelle. Dies wäre der Todesstoß für die Kreiskrankenhäuser im Landkreis Passau. Die Krankenhäuser Vilshofen, Rotthalmünster und Wegscheid könnten allein aufgrund der Größe des Klinikums in Passau nicht mehr existieren. Das Klinikum Passau darf aber nicht auf die Verdrängung der umliegenden kleineren Häuser setzen. Vielmehr müssen sinnvolle Kooperationen gefunden und Spezialisierungen in den Kreiskrankenhäusern vorgenommen werden. Die Krankenhäuser der Region müssen gemeinsam die Vorgaben für ein Uni-Klinikum erreichen. Konkurrenzkampf ist bei so einem wichtigen Projekt fehl am Platz. Hier müssen Kreistag Passau und Stadtrat Passau noch klare Vorgaben beschließen.

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